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Über Hypnotherapie

 

Hypnotherapie

 

Ein Artikel von Stefan Hammel,
dem Netzwerk zur Verfügung gestellt am 18.04.2007

 

Was ist Hypnotherapie?

Mit Hypnotherapie werden heute Therapieformen zusammengefasst, die das vorhandene Wissen über die Wirkung von Trance und Suggestionen therapeutisch nutzen. Um Heilungs-, Such- und Lernprozesse zu fördern, wird entweder Hypnose im mehr formalen Sinn praktiziert (z.B. die Augen auf einen Punkt richten und auf die Stimme des Hypnotiseurs hören), oder es werden alltägliche Tranceprozesse für die therapeutische Arbeit genutzt, etwa wenn eine Geschichte vorgelesen, gemalt oder gespielt wird. Daneben kann Hypnotherapie auch als Selbsthypnosetraining bzw. Erlernen von Entspannungsübungen gestaltet werden. Während systemische Therapie stärker die Beziehungen von Menschen zur Außenwelt in den Blick nimmt, befasst sich Hypnotherapie stärker mit Entfaltungsmöglichkeiten in der Innenwelt des Menschen.

Wie die systemische Arbeit ist auch die Hypnotherapie Kurzzeittherapie, deren Umfang sich oft auf wenige Sitzungen beschränkt. In heutiger Zeit arbeiten Hypnotherapeuten klar auftragsorientiert, das heißt, sie ermitteln zusammen mit den Klienten Ziele, die in der weiteren Beratung verfolgt werden und deren Erreichen am Ende überprüft wird. Voraussetzung für eine gelingende Therapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele. Dazu ist eine Begegnung "auf gleicher Augenhöhe", also ein möglichst geringes "Machtgefälle“ zwischen Therapeut und Klient erwünscht.

 

Was ist Hypnotherapie nicht?

Über die Hypnose gibt es viele unzutreffende Legenden, von denen einige im Folgenden kurz aufgeklärt werden sollen:

  • Hypnotische Trance ist kein abnormer Zustand, sondern vergleichbar der Verfassung, in der wir uns beim Lesen eines interessanten Buchs oder beim Betrachten eines Kinofilms befinden.
     
  • Hypnose ist auch kein willenloser Zustand, und der Hypnotiseur hat keinesfalls unumschränkte Macht über den Hypnotisanden. Der Hypnotisierende kann nur Dinge verstärken, die im Klienten bereits angelegt sind. Dass anständige Bürger etwa unter Hypnose zu einem Verbrechen bewegt werden könnten und womöglich dann noch vergessen, dass sie hierzu unter Hypnose aufgefordert wurden, ist eine Erfindung aus Romanen und Filmen.
     
  • Das Risiko, aus einer Hypnosesitzung nicht mehr aufzuwachen, besteht nicht. In extrem seltenen Fällen geht die Hypnose in einen Schlaf über, der mit dem normalen Erwachen endet.
     
  • Hypnotische Zustände werden oft nicht als solche wahrgenommen, da eine leichte Trance mit dem normalen "Tagträumen“ vergleichbar ist. Geistig-seelische Extremerlebnisse lassen sich in Trance zwar erzeugen, sind aber nicht die Regel und für die Therapiearbeit meist nicht relevant.
     
  • Das weitgehende oder vollständige Vergessen der in Trance gehörten Inhalte ist eher die Ausnahme als die Regel.

 

Copyright (2007): Stefan Hammel, HSB Westpfalz

 

 

Weiterführende Links:

Eine Übersicht über die wichtigsten Anwendungsgebiete dieses Verfahrens finden Sie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypnotherapie

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